Kategorie: Politikwissenschaften

Etatismus

Vorrangig beschreibt der Etatismus eine staatsgläubige Gesinnung, welche sich in der Forderung einer dominanten Rolle des Staates manifestiert, von der Überzeugung gespeist, dass der Staat viele der gesellschaftlichen und ökonomischen Probleme lösen kann. Etatismus kann auch als Überbegriff für Interventionismus und Sozialismus verstanden werden, also Systeme, in denen der Staat eine große Macht innehat.

Syndikalismus

Der Syndikalismus bzw. Korporativismus ist eine weitere Möglichkeit, ein Wirtschaftssystem zu organisieren – dabei liegen die Produktionsmittel in den Händen der Arbeiter jedes Unternehmens oder jeder Branche. Ein solches Wirtschaftssystem hat es jedoch nie gegeben; es ist praktisch wohl undurchführbar.

Mises, Ludwig von

Ludwig von Mises (1881-1972) gilt als einer der bedeutendsten Ökonomen der Österreichischen Schule. Zu den wichtigsten seiner zahlreichen Beiträge gehören die Entwicklung der Praxeologie und die Demonstration der Unmöglichkeit der Wirtschaftrechnung in einem sozialistischen System.

Konstitutionalismus

Konstitutionalismus ist der Versuch, der Regierung ein übergeordnetes Gebot aufzuerlegen, sodass die Amtsinhaber nicht selbst über die Grenzen ihrer Verfügungsgewalt entscheiden können. So, wie das Gesetz die Handlungen von Individuen begrenzt, so begrenzt eine Verfassung das Handeln der Regierung.

Kollektivismus

Kollektivismus steht dem Individualismus gegenüber. Methodologisch analysiert der Kollektivist ganze Entitäten, und beginnt bei seiner Erklärung also nicht beim Individuum. Ethischer Kollektivismus schreibt Gesellschaften, Staaten oder ähnlichem Wert zu.

Politischer und ethischer Individualismus

Der Individualismus beruht auf der Idee, dass der relevante Bezugspunkt in politischen oder ethischen Fragen der einzelne Mensch ist, nicht die Gesellschaft, die Rasse oder Klasse, das Geschlecht oder eine andere Gruppe. Der Liberalismus ist eine von Grund auf individualistische politische Theorie.